You Can’t Judge A Book By The Cover # 19: Robert Hilburn „Bruce Springsteen – Born In The U.S.A.“

Ursprünglich wollte ich diesen Beitrag schon im vergangenen Jahr an Bruce Springsteens Geburtstag veröffentlichen. Doch ich war mit dem Text nicht zufrieden. Nach mehrmaligem Durchlesen meines Geschreibsels kam ich zum Schluss, dass ich dieses Buch nie anders besprochen hätte. Nun lasse ich diese Worte ans Licht:

Im Spätsommer 2015 ersteigerte ich bei eBay das Buch zu einem sehr günstigen Preis und kurze Zeit später gönnte ich mir die Lektüre. Eigentlich wäre zu diesem Zeitpunkt mit Peter Ames Carlins „Bruce“ (im Sommer 2013 gelesen) jede weitere Biographie über Bruce Springsteen überflüssig. Doch ich verfolge nach wie vor das Ziel, so gut wie alle Bücher über Bruce Springsteen zu lesen und ich bin auf der Suche nach dem einen besonderen Satz, nach dem einen besonderen Lesemoment. Und ich hoffe, sie doch in fast jedem Buch finden zu können.

Und wenn mir der Sinn nach einem Buch ist, der keine 500 Seiten englischer Text umfasst – wie das bei Carlin oder bei Springsteen persönlich der Fall ist – sind die anderen Bücher wie Robert Hilburns „Born In The U.S.A.“ willkommene Lesegelegenheiten. Ich springe in einen Abschnitt von Springsteens Schaffen und entdecke ein von mir vergessenes Detail neu. Oder der Autor betont in seinem Buch etwas, was die anderen Autoren wiederum nicht für notwendig halten oder für anders wichtig erachten.

Robert Hilburn wirkte als langjähriger Musikkritiker bei den „Los Angeles Times“. Neben dieser Tätigkeit veröffentlichte er Bücher über ausgewählte Musiker wie John Lennon oder Johnny Cash.

Hilburns Werk über Bruce Springsteen erschien 1985 im Rahmen einer Buchserie des populären Musikmagazins „Rolling Stone“, „Rolling Stone Press Books“.

Das Buch umspannt die bekannten Anfänge Bruce Springsteens bis zu seinem Weltruhm mit „Born In The U.S.A.“. Es gibt Textpassagen im Buch, die wirken auch heute immer noch. Ich möchte nicht so viele wiedergeben, denn das Buch ist trotz seiner großformatigen Ausgabe relativ leicht zu lesen. Zwischendurch gibt es sehr viele Fotos, die trotz ihrer schwarz-weißen Farbe sehenswert sind und ganze Seiten ausfüllen.

Ich bin leider bis heute keinen anderen Springsteen-Fan begegnet, der auch annähernd so viele Bücher über ihn liest. Mögen die vielfältigen Bücher die scheinbar gleichen Themen behandeln, so begebe ich mich doch immer wieder auf eine neue Entdeckungsreise, sei es durch die englische Sprache, die ich wieder auffrischen kann oder einfach der Blickwinkel des Autors.

“[…] To me, there was an aspect of [escape], but I always felt it was more about searching.”

– Bruce Springsteen über “Born To Run”, das als Jugendhymne auserkoren werden sollte, wobei das Lied eher vom Weglaufen handelt. (S. 25)

Weiterführend:

https://en.wikipedia.org/wiki/Robert_Hilburn

http://www.roberthilburnonline.com/springsteen.html

Wenn Sie meine „You Can’t Judge A Book By The Cover“-Serie aufmerksam verfolgen, steht am Schluss ein passendes Video zum jeweiligen Beitrag. Ich werde Ihnen die bekannte Version von „Born In The U.S.A.“ ersparen, denn Sie werden ja beim Namen „Bruce Springsteen“ gleich an den Typen mit Stirnband denken, der mit hochgereckter Faust „Boooooorn in the USA“ grölt. Kenner wissen, dass das Lied ursprünglich als akustische Version entstanden ist. Davon zeige ich Ihnen eine Kostprobe:

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2 Kommentare

  1. Wow, Sori, nach solch ausfuehrlicher Lektuere bist Du vermutlich eine wahre Springsteen-Expertin! Diese akustische Version von „Born in the U.S.A.“ gefaellt mir sehr gut.

    Leider muss ich zugeben, dass ich sehr lesefaul bin. Dies haengt u.a. damit zusammen, dass ich in meinem Job kaum etwas anderes tue als Dokumente zu lesen und zu schreiben. Deswegn versuche ich meine Freizeit mit anderen Dingen als Lesen zu verbringen.

    Mir ist natuerlich vollkommen klar, dass dies eine aermliche Entschuldigung ist, zumal ich ja auch im Rahmen meiner Bloggerei ebenfalls regelmaessig mir Hintergrund anlesen muss!

    1. Danke fuer die Blumen! Ich wuerde es mir dennoch nicht erlauben, mich als Springsteen-Expertin zu bezeichnen, aber ja, ich denke schon, dass ich einen gewissen Wissensschatz darueber verfuege.

      Als ich damals ein Studium an einer Universitaet betrieben hatte, kam ich in meiner Freizeit kaum zum Buecher lesen. Deshalb kann ich das schon sehr gut nachvollziehen, wenn einem nicht der Sinn danach steht, auch noch in der Freizeit etwas zu lesen. Gut, dass es die Musik gibt :-)

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