Erfurter Plätze – BUGA 2021: Gera Aue

In der bisher schlimmsten Phase n. Cor. fragte ich mich, ob ich in diesem Jahr ohne größere Hürden nach Erfurt fahren konnte. Dazu fühlte ich auch mit Erfurt, ob sie, wie schon seit Jahren geplant, zur BUGA 2021 einladen kann.

In der Zeit der scheinbaren Aussichtslosigkeit und wenig Optimismus, aber irgendwie mit dem Willen, dass es weitergehen muss, lenkte ich mich unter anderem mit meiner Beitragsserie „Erfurter Plätze“ ab.

Nachdem ich im Mai 2021 meine erste (und ersehnte) Impfung erhielt, bekam ich Lust, Pläne für den Sommer zu schmieden. Doch werde ich in diesem Jahr auf irgendwelche Urlaubsreisen mit Übernachtungen in Hotels verzichten und möchte einfach nur die verlorene Zeit mit meinen Eltern genießen. Es ist geplant, mehrmals nach Erfurt zu fahren. (Es gibt ja mittlerweile ein ICE, der täglich einmal zwischen Erfurt und Wien ohne Umsteigen fährt.)

Mitte Juli 2021 war es endlich soweit. Und entgegen der unzuverlässigen Meldungen der App „WetterOnline“ wurden wir mit idealem Sommerwetter belohnt. Es war nicht zu heiß, aber warm genug, um an die Sommer vor der Jahrtausendwende zu erinnern. Also nahmen wir in der Woche alle drei Erfurter BUGA-2021-Attraktionen mit: Gera Aue, Petersberg und ega.

Der 14. Juli 2021 begann verregnet. Am Vormittag hatte ich einen Termin, den ich persönlich und vor Ort wahrnehmen musste, aber dabei trocken bleiben konnte. Zu Mittag klarte der Himmel auf und wir beschlossen spontan, bei der neugestalteten Gera Aue spazieren zu gehen.

Mit der Straßenbahn Linie 1 fuhren wir bis zur Endhaltestelle Ulan-Bator-Straße, nein, Europaplatz und von dort ist es nur einen Katzensprung bis nach Gispersleben. In der Zittauer Straße starteten wir unseren Spaziergang an der Gera Aue, der beim Nordpark endete. Wir gingen aber noch weiter zu Fuß über Nettelbeckufer zur Magdeburger Allee und quer durch die Johannesvorstadt, um uns mit einem guten Essen in der „Dahlie“ zu belohnen.

(Klicken Sie auf die Bilder, um sie zu vergrößern!)

Als wir über die Brücke die Straße der Nationen überquerten, erreichten wir die Hanoier Straße. (Klingelt’s? Im Zuge der Errichtung des Erfurter Nordens in den 1970er Jahren trägt die Siedlung die Namen der Hauptstädte der sozialistischen Bruderstaaten. Berliner, Budapester, Bukarester, Hanoier, Havannaer, Helsinkier, Moskauer, Prager, Rigaer, Sofioter, Ulan Bator, Vilniuser, Warschauer. Die Partnerstädte Mainzer, Lowetscher und Györer durften natürlich nicht fehlen. Und sie heißen alle heute noch so.)

Dort, wo die neu errichtete Geschicklichkeitsanlage steht, stand vor Jahren ein weiterer Elfgeschosser in der Hanoier Straße. Wenn ich aus dem Fenster des elterlichen Schlafzimmers sah, war ein Balkonmeer vor mir. Hinter den Bäumen steht ein schmucker Fünfgeschosser. Ganz links haben wir gewohnt.

Es freut mich sehr, wie schön diese Gegend nun geworden ist. Aber ob ich heutzutage die Wohnung nehmen würde, in der wir damals wohnten? Nein. Meine Eltern haben es mittlerweile sehr schön in ihrer jetzigen Wohnung und sind auch mit der Tram schneller im Zentrum.

Weiterführende Links:

https://www.buga2021.de/pb/buga/home/gartenschau/geraaue

https://www.erfurt.de/ef/de/leben/planen/projekte/buga2021/noerdliche-geraaue/index.html

https://meinanzeiger.de/erfurt/buga-erfurt-2021-umgeschaut-in-der-geraaue-ein-idyll-fuer-alle-menschen/

https://seelenkompott.wordpress.com/2021/06/14/ausflugsziel-auenteich-im-erfurter-norden/

10 Kommentare

  1. Freut mich, dass Du Dir endlich einen eigenen Eindruck von der Umgestaltung im Norden verschaffen konntest! Vielen Dank für die Verlinkung 🙂 und einen guten Start in die Woche!

    1. Gern geschehen!
      Übrigens: Ich war vorige Woche wieder in Erfurt und wir haben erneut einen Spaziergang an der Gera Aue unternommen, mit dem ursprünglichen Ziel, endlich einmal in der Gaststätte „Gera Aue“ einkehren zu können. Aber dazu kamen wir nicht, weil die Atmosphäre dort total frostig war. Stattdessen waren wir im Restaurant „Himmelblau“ essen, das sich unweit vom Auenteich befindet. Absolute Empfehlung!

  2. Wo sich das Restaurant „Himmelblau“ befindet, weiß ich, kenne es aber nicht. Die Gaststätte „Gera Aue“ sagt mir nichts. Offenbar hat sich Euer Plan B, woanders zu essen, gelohnt 😃

    1. Danke für die Rückmeldung! Ja, auch der Osten Deutschlands ist schön.
      Dennoch habe ich mir vorgenommen, ab nächstes Jahr den Westen besser kennenzulernen. (Wobei ich schon von Hamburg und Osnabrück ganz angetan bin.)

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