Erfurter Plätze # 8

Beim Betrachten des Fotos fällt mir ein, dass ich in diesem Jahr noch kein Eis geschleckt habe. Ich bin generell eine schlechte Eisesserin, aber nachdem wir heuer schon ein paar Hundstage hatten, müsste eigentlich ein Eis im Stanitzel drinnen sein.

Und wissen Sie, was mich bisher davon abgehalten hatte, mir in Wien beim Mauß oder Arnoldo oder in Erfurt beim Eiskrämer eine süße, angenehme Abkühlung zu verschaffen?

Die Maske.

Sie werden vielleicht fragen, was stellt sich die Sori an? Natürlich dürfen wir beim Eisessen die Maske herunternehmen. Wo kämen wir denn sonst noch hin?

Ich trage Hörgeräte. Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte. Und seit der Einführung der Maskenpflicht hatte ich, öfter als mir lieb war, Szenen, in der mein Hörgerät sich mit der Schlaufe der Maske verhedderte, wenn ich die Maske abnehmen wollte.

Ich stellte dann fest, dass ich die Maske nur unfallfrei herunternehmen konnte, wenn ich BEIDE Hände frei habe und BEIDE Hände jeweils die Schlaufe nach hinten und dann nach oben ziehen. Aber es gab Situationen, da musste es einfach schnell gehen oder ich nahm nur eine Hand und zog unglücklich an der Schlaufe.

Entgegen der Meldungen, wo viele Menschen schon deswegen ihre Hörgeräte verloren hatten, schaffte ich es nur bis zu einem Verheddern. Aber dann brauchte ich wirklich BEIDE Hände. Und es ist schon lästig genug. (Es schwingt auch immer die Sorge mit, das Hörgerät deswegen fallen zu lassen.)

Wie kaufen Sie Ihr Eis? Ein paar Meter, bevor Sie das verlockende Angebot entdecken, setzen Sie die Maske auf und reihen sich brav in die Warteschlange ein. (Ich hoffe sehr, dass die Maske schon oben ist und korrekt sitzt?!) Dann kaufen Sie Ihr Eis und nachdem Sie das Geschäft verlassen, nehmen Sie die Maske ab. Aber in der einen Hand haben Sie ja das Eis.

Sehen Sie?

Möglicherweise können Sie argumentieren, dass ich die Maske einfach unters Kinn ziehen soll. Ja, aber ich sehe das bei vielen anderen Menschen. Und, es sieht genauso blöd aus wie bei den Nasenbären.

Also, verzichte ich auf das Eis.

Dennoch: Wenn Sie in Erfurt sind und Gusto auf ein Eis haben, marschieren Sie zur Krämerbrücke und besuchen Sie den Eiskrämer. Sie können ihn gar nicht verfehlen, weil so viele Menschen davor Schlange stehen. Und falls die abgebildete Portion immer noch angeboten wird, ich kann Ihnen „Herr Nougat und Frau Sauerkirsch“ ans Herz legen.

Neugierig geworden? Dann besuchen Sie die Webseite vom Eiskrämer: https://www.goldhelm-schokolade.com/eiskraemer/

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4 Kommentare

  1. Das Eis im Bild sieht einladend aus. Bis auf abgepacktes Eis vom Supermarkt, was nicht schlecht aber natuerlich nicht vergleichbar mit frisch gemachtem Eis ist, habe auch ich diesen Sommer bisher noch kein Eis von einer Eisdiele gehabt. Generell bevorzuge ich Milk Shakes mit Speiseeis als Basis, und von denen hatte ich bereits ein paar! :-)

    1. Abgepacktes Eis ist an und fuer sich nicht schlecht. Ich erinnere mich, dass ich bei einer Freundin schmackhaftes Soja-Eis aus der Packung schlecken konnte. Aber es besteht natuerlich ein Unterschied zu den frischen Eissorten.

  2. Wollte darüber schon kürzlich einen Kommentar schreiben. Das ist mir auch ein paarmal passiert, und hat einmal zu einer wirklich peinlichen Situation geführt. Dass es einen vom Eisessen abhält ist in so einem Sommer aber immerhin weniger schlimm als es letztes Jahr gewesen wäre…

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