Happy Birthday Chris Rea!

Sonntag, 16. November 1997: Wir sahen im ARD „Schimanski: Blutsbrüder“ mit dem unvergesslichen Götz George und einen Christoph Waltz, nach dem damals noch kein Hahn krähte. (Meine Güte, der Roy-Black-Imitator hat in dem Film genervt!)

Und ich entdeckte Chris Rea. Und das dazugehörige Video sah ich später ständig auf ONYX flimmern.

Als das Album „The Blue Cafe“ im Februar 1998 erschien, kaufte ich mir sofort die CD. Dabei kannte ich bisher nichts viel von ihm außer „The Road To Hell“ und „Julia“.

Doch das Album gefiel mir von Anfang an und das Titellied ist wenig überraschend mein liebstes Lied darauf. Es ist auch das einzige Lied von Chris Rea, dessen Text ich vollständig im Kopf habe.

Jahre später kam die Ankündigung, Chris Rea macht unter dem Motto „The Road To Hell And Back“ seine Abschiedstournee und würde auch in Wien gastieren. Damals nahm ich solche Meldungen noch für bare Münze und ich durfte mir das Konzert am 3. März 2006 in der Bank Austria Halle Gasometer nicht entgehen lassen.

Aus diesem Anlass lernte ich sein Schaffenswerk näher kennen und kam unter anderem mit „Fool (If You Think It’s Over)“ und „Driving Home For Christmas“ in Berührung. Ich kaufte weitere Alben von ihm, aber nur „Stony Road“ und „The Blue Cafe“ haben einen fixen Platz in meiner Musiksammlung ergattert. („Auberge“ und das umfangreiche „Blue Guitars“ wurde ich auf diversen Marktplätzen wieder los.)

An das Konzert erinnere ich mich gern, leider wurde „The Blue Cafe“ nicht gespielt, aber ich freute mich sehr über „Easy Rider“, „Stony Road“ und „The Road To Hell“. Ich stand mit meinem damals liebsten Menschen relativ weit vorn und wir konnten viel auf der Bühne sehen. Weil ich keine Fotos machte, erinnere ich mich noch gut daran, dass ich auf der rechten Seite vor dem Bassisten Sylvin Marc stand. Chris Rea machte es sichtlich Spaß, den Blues zu haben. Als letztes Lied wurde „Fool (If You Think It’s Over)“ gespielt, das ich nach ständigem Hören live vor Ort nicht erkannte. Ich bin mir sicher, dass Chris Rea für dieses Lied auf den poppigen Gewand verzichtete und es lieber vom Blues beherrschen ließ.

Um eine Erinnerung vom Konzert zu haben, kaufte ich mir die DVD „The Road To Hell And Back“, die ich aber sehr bald wieder abstieß. Sie war mir einfach zu langweilig und stimmungslos, obwohl die Setliste mit dem vom Konzert in Wien übereinstimmte.

Nein, Fan war ich nicht und werde es nie sein. Aber mit „The Blue Cafe“ hat mir Chris Rea ein Lied für die Ewigkeit geschenkt. Dafür danke ich ihm und ich wünsche ihm alles Gute zu seinem 70. Geburtstag!

7 Kommentare

  1. „Josephine“ ist der einzige Song, den ich bewusst von Chris Rea kenne, und das auch nur, weil er öfter im Radio läuft. Es ist angenehm zu hören, wie er über seine Tochter singt.

    1. Ja, bei meinen „Vorbereitungsarbeiten“ zum Konzert stieß ich auch auf „Josephine“. Ich kannte bisher das Lied, das er der Zweitgeborenen, Julia, gewidmet hatte. Chris Rea muss seine Töchter so sehr lieben, dass er sogar beide Lieder live gespielt hatte.
      Die beiden Lieder hören sich angenehm leichtfüssig an, aber ich mag eher die Bluesschiene, auf die er nun seit mehr als 20 Jahren abfährt. Falls Du Lust und Zeit hast, kann ich Dir das Album „Stony Road“ ans Herz legen. Da wendet er sich völlig vom Chris Rea der 1980er Jahre ab.

      1. Danke für Deinen Hinweis. Ich habe mir nun „Stony Road“ angehört: ein sehr ruhiges Blues-Album mit hervorragenden Musikern und einer Tiefe der Empfindung, wie ich sie von Chris Rea noch nicht gekannt habe.

      2. :-)

        Ich habe mir auch das Album heute in Heimarbeit angehört, nachdem ich es Dir empfohlen hatte. „Burning Feet“ überrascht mich immer wieder aufs Neue.

  2. Ja, Fan bin ich auch nicht, aber: „Watersign“ und „Shamrock Diaries“ halt ich in Ehren.
    „Schutzschild-Mugge“ eben, wie ich bei mir im Blog vor einiger Zeit schrieb.
    Mit Blues im Allgemeinen hab ichs eher nicht so.
    SeinDelmonts- Hofner-Projekt aber fand ich unterhaltsam, allerdings eher wegen dem Delmonts-Doodle, der so herrlich Shadows/Rooters faked, dass man es für echt aus der Zeit halten könnte.

    1. Meinst Du mit dem „Delmonts-Hofner-Projekt“ das Album „The Hofner Blue Notes“ und die dazugehörige Tournee, die er nach seiner Abschiedstournee durchgezogen hat? Ich erinnere mich an Bilder, wo Chris Rea und seine Mitmusiker in die Zeit der 1950er Jahre gefallen waren.

      1. Verwirrenderweise gibt es da nun 2 ähnliich benamte CDS.
        Ich meine tatsächlich dieses frühsechziger Dudelzeug und die bluesige Fortsetzung: Wie aus den Delmonts die Fabulous Bluenotes wurden.
        Das war das Projekt nach dieser dicken Blues Guitar Kiste.

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