Rückblick: Konzerte 3. Quartal 2020

Im vorherigen Beitrag versprach ich ein abwechslungsreiches drittes Quartal. Lassen Sie sich nun davon überzeugen:

02.07.2020 – Gottfried Gfrerer auf dem Yppenplatz, 1160 WienIm Rahmen der Wiener Jazz- & Genusstage spielte Gottfried Gfrerer am Piazza des Ottakringer Brunnenmarktes auf. Ursprünglich mit Martin Spengler im Duett angekündigt, ist der Bluesgitarrist solo auch ein Hörgenuss.

10.07.2020 – Willi Resetarits & Die raue Seele des Stubnblues beim SC Wiener Viktoria, 1120 WienWieder am Meidlinger Fußballplatz, erlebte ich ein heißes und hörenswertes Konzert der Stubnblues und hatte wieder Lust zum Schreiben.

19.07.2020 – Michaela Rabitsch & Robert Pawlik beim Modular Space Muthsamgasse, 1140 WienDer Auftakt zu meinen insgesamt sechs besuchten Konzerten vom Wiener Kultursommer 2020. Unter dem Motto „Wien dreht auf!“ wurden in Wien an verschiedenen Plätzen Bühnen unterschiedlicher Größen aufgestellt, so dass diese zwei Monate lang donnerstags bis sonntags bespielt werden konnten. Zum Glück hatte ich zwei Bühnen in fußläufiger Nähe und konnte nun die Musik von Michaela Rabitsch und Robert Pawlik kennenlernen.

23.07.2020 – Tubonika beim Modular Space Muthsamgasse, 1140 WienNicht einmal eine Woche später kehrte ich wieder zur selben Bühne zurück und erfreute mich an der Musik vom Duo mit Tuba und Harmonika. Die beiden Steirer höre ich mir auf jeden Fall wieder an, wenn sie wieder nach Wien kommen und aufspielen dürfen.

31.07.2020 – Eberhard Bieber & Band im Kaisersaal-Garten, 99084 ErfurtIn diesem Sommer war mir ein mehrtägiger Aufenthalt in Erfurt vergönnt und ich erlebte ein, hm, spezielles Konzert. Alles andere ist in diesem Bericht nachzulesen.

07.08.2020 – Stefan Sterzinger beim Artist Corner Nietzscheplatz, 1160 WienKaum war ich wieder in Wien, besuchte ich eine andere Bühne vom Wiener Kultursommer und gönnte mir ein feines Konzert von Stefan Sterzinger. Unvergesslich, als er uns darum bat, beim „Tralala“ nicht zu singen, sondern einfach nur den Zeigefinger zu heben und wie er sich mit einem „Ach, wie ist das schön!“ daran erfreute.

16.08.2020 – Raisa Kovacki beim Artist Corner Nietzscheplatz, 1160 WienSo sollen meiner Meinung nach alle frühen Sommersonntagabende sein: Keine zehn Minuten von daheim zu Fuß zur Bühne gehen, eine Stunde lang gute Musik hören, die Leute (vor allem das Ehepaar vor mir, das sich mit einer mitgebrachen Flasche Weißwein versorgte) beobachten, beseelt wieder heimgehen und somit gerüstet für eine neue Arbeitswoche zu sein. Und mit Raisa Kovacki lernte ich eine Liedermacherin kennen, dessen Musik sich hören lässt.

20.08.2020 – Benny Omerzell beim Modular Space Muthsamgasse, 1140 WienIch erinnere mich, dass ich von diesem Auftritt eigentlich keine Erwartungen hatte. Ich hatte einfach nur Lust auf Livemusik und dann gelang Benny Omerzell das Unmögliche, mich und anderen ZuhörerInnen eine Stunde lang auf einer Klavierreise mitzunehmen, die um nichts stand. Ich erinnere mich auch daran, dass ich nachher ziemlich hin und weg war und mit einem breiten Grinsen nach Ottakring heimging.

27.08.2020 – VIECH auf der Tschauner Bühne, 1160 WienAn dieses Konzert denke ich auch immer wieder gern… wollen Sie mehr wissen, dann lesen Sie in diesem Bericht nach!

29.08.2020 – DENK auf der Donaubühne, 3430 TullnEine der wenigen Außerhalb-von-Wien-Konzerte. Das Ende des Sommers rückte unaufhaltsam näher und meine Gedanken wurde ich in diesem Beitrag los.

30.08.2020 – Sain Mus beim Artist Corner Nietzscheplatz, 1160 WienDas Finale des Wiener Kultursommers läutete das hörenswerte Duo Sain Mus ein. Der Name ist eine kunstvolle Zusammenfassung von Gitarrist Philipp Erasmus und Cellist Clemens Sainitzer.

08.09.2020 – Russkaja am Schwarzenbergplatz, 1040 WienWährend des Abends ärgerte ich mich gründlich, dass ich nicht früher ein Konzert von Georgij Makazarias Kapelle besucht hatte. Vor dem geschichtsträchtigen Hochstrahlbrunnen gab die Formation eine Mischung aus einem akustisch-rockigen Set und begeisterte sowohl Jung & Alt als auch RussInnen & Nicht-RussInnen.

11.09.2020 – Harlequin’s Glance beim Reindorfgassenfest, 1150 WienLange zweifelte ich daran, dass dieses Straßenfest – nach vielen Absagen anderer Feste in Wien – stattfinden würde. Trotz der Menschenmassen konnte ich mich in ein ruhiges Eck verdrücken und mich der Musik von einem der diversen Projekte Gernot Feldners hingeben. (Der Herr ist unter anderem die eine Hälfte von den Everly Others, die ich kürzlich im Juni 2020 erlebte und ist auch Kopf der Tom-Waits-Tributeband „Gun Street Girls“.)

Wenige Tage später endete meine kurze Zeit der relativen Unbeschwertheit.

[An dieser Stelle waren ursprünglich ein paar Buchstaben Gejammere vorgesehen.]

Sei’s drum, der vierte Quartalsrückblick wird noch kommen, auch wenn dieser keine Überraschungen bieten wird.

Danke, dass Sie bis dahin gelesen und irgendwie ein Interesse haben, sich in meinem Blog zu verirren!

5 Kommentare

  1. Danke für Deinen Beitrag! Schön zu sehen, dass auch andernorts Corona die Kultur nicht ganz verstummen lässt. In den vergangenen Monaten wurde vieles erfunden, um doch irgendwie weiterzumusizieren.

    1. Und danke für Deine Worte!
      Ich schätze es sehr an der Stadt Wien, dass sie nach den eigentlichen Absagen von Freiluftveranstaltungen alle erdenklichen Mühen unternommen hat, stattdessen abgespecktere und halt c-konforme kulturelle Veranstaltungen organisieren und durchführen zu können.
      Leider ist es hier in Wien & Österreich seit Anfang November schrecklich still in Sachen Kultur und ich soll mich wieder den online Konzerten widmen, wenn ich Livemusik brauche, aber ich gewöhne mich so schwer daran.
      Aber der Sommer 2020 war für mich in Sachen Konzerte trotz vieler Absagen und Verschiebungen eine Bereicherung, die ich auch nicht missen möchte.

      Liebe Grüsse nach Bern, wo immer noch Konzerte von Patent Ochsner auf mich warten. Ich hoffe, das wird überhaupt was, nächstes Jahr.

      1. Ach, Büne Huber! Wenn ich mir die Filmchen ansehe, die ich von meinen Ochsner-Konzerten gemacht habe, laufen mir immer noch Tränen über die Wangen.
        Und: Das mag ich an Büne Huber – seine Wortwahl wird wohl nicht jedem gefallen, aber er bringt es immer wieder sehr treffend auf den Punkt.

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