Lookin‘ for the Heart of Saturday Night (oder) und Ein, zwei Fragmente zum 70. Geburtstag von Tom Waits

sdr
Wien, Nordsteg, mit Blick zum Millennium Tower.

Stopping on the red, you’re going on the green
Cause tonight will be like nothing you’ve ever seen
And you’re barreling down the boulevard
You’re looking for the heart of Saturday night

Viele hervorragende KünstlerInnen sind im Jahr 1949 auf die Welt gekommen, doch würde ich zu sehr den Rahmen sprengen, wenn ich jede/n einzelne/n in meinem Blog würdigen würde. Nach Billy Joel und Bruce Springsteen möchte ich nun Tom Waits in meine musikalische Ruhmeshalle aufnehmen.

Vor wenigen Wochen stieß ich auf einen Text, den ich im Dezember 2011 verfasste. Darin brachte ich in mühevoll getippten Worten zum Ausdruck, was ich mich an Tom Waits‘ Musik faszinierte. Anlässlich seines runden Geburtstags bearbeitete ich den Text und ergänzte es mit weiteren Worten, die mir auch nicht leicht von der Hand fielen:

Ich glaube, das erste Mal stieß ich auf seinen Namen, als ich im Booklet von Bruce Springsteens „Live/75-85“ „Jersey Girl“ las. Das muss 1997 gewesen sein. Ich erinnere mich dunkel, dass ich wahrscheinlich im gleichen Jahr das Video zu „In The Neighborhood“ gesehen habe. Es war mir zu sehr surrealistisch, so hakte ich ihn ab.

Erst im Dezember 2006 stolperte ich durch Zufall auf die Webseite der Plattenfirma ANTI-, wo Waits‘ damals aktuelles Lied „Bottom Of The World“ als kostenloses mp3-Download zur Verfügung gestellt wurde:

Ich lud es mir herunter und hörte es. Und wieder. Und wieder. Und wieder.

Well my daddy told me, lookin‘ back,
The best friend you’ll have is a railroad track
So when I was 13 said, I’m rollin‘ my own,
And I’m leavin‘ Missouri and I’m never comin‘ home

And I’m lost
And I’m lost
I’m lost at the bottom of the world…

Das sind solche ersten Zeilen aus Liedern, die brennen sofort ins Gedächtnis oder noch besser: Es bleibt einfach im Gehör.

Anschließend bekam ich mit, dass Tom Waits die „Orphans – Brawlers, Bawlers & Bastards“, eine Sammlung von vielen bisher unveröffentlichten Liedern auf den Weihnachtsmarkt losließ.

Finanzielle Gründe (Ich war noch eine arme Studentin!) zwangen mich dazu, die wunderschöne limitierte Auflage mit abgedruckten Texten in Buchform schnell in andere Hände geraten zu lassen. Darüber hinaus schreckten mich die horrenden Preise auf diversen Verkaufsplattformen ab. Ich musste mich zunächst mit der „normalen“ Ausgabe begnügen. (Ein leicht zerstörbares Digipak ohne Heftbeilage, die Texte konnte ich mir nur aus dem Internet herunterladen.) In den nächsten Monaten aber erstand ich weitere CDs von Tom zu sehr günstigen Preisen, bis ich im September 2007 einen Ausflug nach Krems an der Donau unternahm und einen Abstecher im Drogen-Müller machte. Dort entdeckte ich eine mutterseelenalleine limitierte Auflage von „Orphans“ um nur 34,99 EUR. Zwar war ich zu diesem Zeitpunkt auch nicht viel liquider, aber dieses Mal nahm ich die Box mit.

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Meine (fast) vollständige CD-Sammlung von Tom Waits.

Und hier unterbreche ich meinen acht Jahre alten Text, den ich aus guten Gründen in einer imaginären Schublade verschwinden ließ. Dieses Ringen nach treffenden Worten ist dermaßen missglückt, es ist eine Hilflosigkeit herauszulesen, weil es mir einfach NICHT gelingt, Tom Waits‘ Musik be-schreiben zu können.

Ich hatte in diesem Sommer wieder eine Art Schreibblockade gehabt. Es freute mich einfach nicht, über meine besuchten Konzerte zu berichten. Die Berichte zu den letzten Etappen meines „rundumadum“-Projekts spulte ich irgendwie pflichtgemäß ab. Später zog ich daraus die Konsequenz, indem ich den Großteil meiner Wanderberichte aus meinen Blogs entfernte, weil diese Beiträge mich nur noch fadisierten.

In dieser Zeit wurde ich ein paar Mal gefragt, ob ich nicht darüber schreiben würde, nachdem ich dem Fragenden erzählte, dass ich wieder ein (wunderbares) Konzert besucht hatte. „Nein, es wird dazu keinen Bericht geben.“ wurde beinahe zu einer Standardantwort.

Abgesehen davon, dass ich sowieso nicht zu jedem Konzert berichte, spielten äußere Umstände eine große Rolle, wovon ein großer Teil gemeistert zu sein scheint, aber auch innere Einflüsse und Gedanken in mir, die ich zuließ.

Ich pflege schon lange und gern Kontakt zu Menschen, die das Talent für Wortspielereien, Wortzaubereien besitzen. Und dann gab es Zeiten, wo ich diesen Kontakt verstärkte. Und um nicht als eine minderwertige Person dastehen zu wollen, maß ich mich mit ihrem Können, versuchte sie zu überzeugen, dass ich es mit ihnen hinsichtlich Wortschatz und Textlänge aufnehmen kann. Dabei beachtete ich nicht, dass schon allein das Schreiben für meinen Blog teilweise kräftezehrend ist. Mein Text ist nie in fünf Minuten fertig, oft braucht er Tage und wenn ich mitten in einem Text stecke, brauche ich zur Abwechslung einen Spaziergang an die frische Luft und werde gedanklich vom Text beherrscht. (Diese Situationen wurden dann sehr kritisch, wenn ich für eine bevorstehende Prüfung lernen musste und gleichzeitig wollte ich unbedingt den Text schreiben, den die Welt lesen sollte.)

Aber die Freude, einen halbwegs gelungenen Text geschrieben zu haben, überwiegt alles andere.

Und in einer solch kritischen Phase fiel es mir leichter zu vergleichen, als an mich zu glauben. Ich las bessere Texte, treffender formulierte Konzertberichte, ich verschoss wieder sehr viel Pulver in der Beantwortung einer E-Mail eines Wortkünstlers, dem ich es mal wieder zeigen wollte, dass ich es genauso gut kann und trotz meiner Hör- und Sprechbehinderung auch einen angemessenen Wortschatz aufweisen kann.

In dieser Phase deaktivierte ich auf meiner Webseite die „Gefällt mir“-Funktion. Maß ich dem doch keine Bedeutung mehr bei, weil ich sie doch nur bekomme, selbst wenn die Texte vor grammatikalischen Fehlern und vor stilistischen Mängeln strotzen, aber ja, sie ist ja eh behindert, schon allein deswegen wollen wir ihr etwas geben. Den Rest kann sie sich selbst einbilden.

Ich habe eine ambivalente Beziehung zu Tom Waits. Der Mann ist ein eigenes Kapitel. Entweder man mag ihn oder man mag ihn nicht. Seine Musik ist generell schwer „verdaulich“. Er macht SEINE Musik. Abseits des Mainstreams, abseits jeglicher äußeren Einflüsse.

Seine „schwer verdauliche“ Musik kann ich auch nur am besten in mir aufnehmen, wenn mein Kopf wirklich dafür frei ist… er muss wirklich leer sein, sonst funktioniert es nicht. Aber wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um seiner Musik zuzuhorchen und natürlich die Texte zu lesen, dann entfaltet sich vor mir eine ganz spezielle, spannende, faszinierende Welt und immer wieder diese Aha!- und Wow!-Effekte, dass dieser Musiker genau an dieser Stelle die Worte verwendet… „Bad As Me“ ist sein aktuellstes Studioalbum, welches er vor wenigen Monaten veröffentlicht hat. Es ist sehr gut geworden und gehört sogar zu den leichter verdaulichen Alben wie „Heartattack And Vine“.

tomwaitsdisko2
Tom Waits‘ „Bad As Me“ zu den anderen Übergrößen wie Bruce & Billy.

Ich mag seine Musik, bringe meine Bewunderung darüber Ausdruck, auch wenn ich seine Musik im Gegensatz zu Bruce Springsteen nur in rationalisierten Dosen höre. Aber wenn ich seine Musik höre… kommt in mir der Gedanke „Wow, der Mann hat etwas!“.

Mittlerweile setze ich mich wieder mit meine Selbstzweifel auseinander und versuche wieder, sie in den Griff zu bekommen.

Ich werde weiterhin meinen Blog nutzen, aber ich möchte nun versuchen, den Blog und das Drumherum mit einem maßvollen Abstand zu betrachten. Nicht so verbissen an die Sache herangehen und oft denke ich mir, weniger ist mehr.

Nun ist die offizielle Vorweihnachtszeit angebrochen und ich freue mich wieder darauf, die „Blue Valentine“ (DAS Weihnachtsalbum schlechthin!) zu hören. Anspieltipps sind „Red Shoes By The Drugstore“, „Christmas Card From A Hooker in Minneapolis“ und „Wrong Side Of The Road“.

bluevalentineDie Hoffnung, Tom Waits einmal live zu erleben, habe ich mittlerweile aufgegeben. Dafür gibt es eine gute österreichische Tribute-Band, die sich witzigerweise „The Gun Street Girls“ nennt. Ich erlebte sie das erste Mal am 8. Dezember 2018 im Hernalser Metropoldi, als sie in „The Heart of Saturday Night“ spielten:

mdeZum Glück musste ich nicht ein ganzes Jahr auf das nächste Konzert warten. Am 31. Oktober 2019 sah ich die Band im wunderbaren „Salon Schräg“ wieder. Herr Waits hat mittlerweile eine beachtliche Diskographie vorzuweisen, die ich nach wie vor und immer wieder aufs Neue durchwandere. Dennoch merkte ich mir „All The World Is Green“, „Sea Of Love“, „Hold On“, „Heartattack And Vine“, „Downtown Train“, „Cold Cold Ground“, „Make It Leave“, „In The Neighborhood“ und „Cold Water“. Während „I Hope That I Don’t Fall In Love With You“ beobachtete ich mit einem Schmunzeln eine Konzertbesucherin vor mir, die gedankenverloren mit dem Ohrläppchen ihres Partners spielte. Ich glaube, in Zukunft werde ich beim Hören dieses Liedes immer diese Szene vor mir sehen.

20191031

Wenn alles nach meinen Wünschen läuft, wird der Text am Samstag, 7. Dezember 2019 um 9 Uhr erscheinen und ich habe hoffentlich ein weiteres schönes Konzert von den Gun Street Girls am 6. Dezember 2019 in der Arena-Bar erlebt.

Makes it kind of special down in the core
And you’re dreaming of them Saturdays that came before
It’s found you stumbling
Stumbling onto the heart of Saturday night

Happy Birthday, Tom Waits!

13 Kommentare

  1. Liebe Sori,

    Deinen Glückwünschen für einen der auch in meinen Augen ganz Großen möchte ich mich unbedingt anschließen. Eine schöne Würdigung hast du ihm da beschert, der Leserschaft einen tollen Querschnitt durch sein Werk und seine Wirkung auf dich geschenkt – danke fürs (Mit-)Teilen!
    Schon zum Frühstück erfreute mich ein anderer Waits-Geburtstagsbeitrag, den ich an dieser Stelle auch teilen möchte: https://www.sueddeutsche.de/kultur/tom-waits-70-geburtstag-1.4711084 – schon Überschrift und Foto haben mich schier umgehauen!

    Deinen Spekulationen über die Bedeutung/Dimension mancher Likes oder Nicht-Likes möchte ich mich hingegen unbedingt nicht anschließen. Denn diese Interpretation trifft zumindest auf meine Likes nicht zu!
    Und noch etwas als Rückmeldung zu deinem heutigen Beitrag: Vergleiche halte ich für eine Sache, die noch nie zu viel Hilfreichem geführt hat. Denn je nach Perspektive (bzw. der Wahl des Objekts/Subjekts, mit dem man sich vergleicht) kann man da ja immer schlecht abschneiden. Lese ich z.B. etwas von Peter Stamm oder Bodo Kirchhoff, denke ich immer, was für eine grausige, lausige Schreiberin ich doch bin, so im Vergleich mit denen. Schlage ich hingegen die Abendzeitung auf (bzw. werfe im Internet einen Blick hinein, da ich dieses überwiegend seichte Mistblatt nicht kaufe) und lese dort einen Artikel, finde ich meine Texte vergleichsweise pulitzerpreisverdächtig. Beides aber hilft mir null weiter bei meinem Weg und meiner Entwicklung: das eine könnte schnell in Frust, das andere in Überheblichkeit münden.
    Und das Fazit ist, dass ich einfach nach meiner Fasson weiterschreibe, dieses Schreiben so gut ich es eben kann zu betreiben versuche – und genau das rate ich dir auch. Mach einfach dein Ding, so wie bisher auch! Ohne diese Kopfzerbrechen, ohne irgendeine Verbissenheit, ohne diese Negativinterpretationen der Like oder Aufrufzahlen, sondern stattdessen mit deiner dir eigenen Musikbegeisterung und Mitteilungsfreude. Ob das nun lange oder kurze Texte sind oder Wanderberichte oder Konzertkritiken – du hast deine treuen Leser, denke ich, und du teilst deine Erlebnisse gern mit ihnen und umgekehrt.

    In diesem Sinne und frei nach Tom Waits: Hold on & keep on looking for the heart of Saturday night!
    Natascha

  2. Liebe Sori,
    bei Dir kommentiere ich ja eher selten, weil ich die meisten Deiner Konzerte (die ich im übrigen hervorragend rezensiert finde) gar nicht richtig beurteilen kann, da ich die Künstler fast nie kenne. Ich kommentiere z.B. lieber bei Gemeinsamkeiten.
    Heute muss ich aber ein paar Worte da lassen: ich hatte virtuell immer einen herrlich selbstbewussten Eindruck von Dir… war voller Respekt, wie Du gerade trotz Deiner Hörbeeinträchtigung zu Ereignissen gehst, für die man üblicherweise genau dieses Sinnesorgan benötigt… die Selbstzweifel, die ich heute aus Deinem Text lese, haben mich deshalb ziemlich verwundert. Ich denke zwar, dass jeder vielleicht mal welche hat, Du solltest sie aber bestimmt nicht haben.
    Ich like (wenn Du mich hoffentlich auch künftig lässt), weil ich Deine Konzert- und auch Deine Wanderbeiträge mag.
    Ganz liebe Grüße, Birgit

  3. Vielen lieben Dank für Eure Rückmeldungen, Kraulquappe und tontoeppe!

    Ich habe ziemlich lange mit mir gerungen, ob dieser Beitrag überhaupt veröffentlicht werden soll. Er war über eine Woche als geplanter Beitrag in meinem Benutzerkonto drinnen, ich hätte ihn jederzeit wieder löschen können.

    Und nachdem der Beitrag online gegangen ist, habe ich mir vorgenommen, die Follower, die diesen Beitrag kommentarlos geliked (schreckliches Wort) haben, rauszuschmeißen.
    Mittlerweile hat sich das relativiert, habe ich mir doch vorgenommen, das Phänomen „Blog“ entspannter zu betrachten.

    Aber andererseits, weil meine Unsicherheit so groß war, bin ich doch froh darüber, diese Gedanken loszuwerden und ich schätze es sehr, Eure ermutigenden Zeilen zu lesen.

    Ganz liebe Grüße aus dem sonnigen Wien schicke ich Euch!

  4. Jau. Hier fehlt die „Gefällt mir“-Funktion. (Siehe oben; hab die Gründe gelesen; aber by the way: So wie es da steht, ist es nicht; denke ich – siehe unten)

    Gratuliere zu dem Boxen-Schnäppchen; Old Tom lebe hoch! Vor allem die „Closing time“ forever! Kennst du auch die deutschen Cover-Versuche?

    – The piano has been drinking(=Bandname) aus Köln, von Bap entdeckt und in den 90ern gefördert; weiß nicht, ob es die heute noch gibt

    Wolfgang Ambros singt Waits – Klasse Album; auch wenn ich sein Dylan-Album eine Spur mehr mag;

    Und natürlich Molden; aber den lass ich weg; da trag ich hier sicher Eulen nach Athen.

    Und dann noch: zwar nicht auf deutsch aber richtig gut:

    Auf der eher gefloppten Rod Stewart CD „the vocalist“ gibts den Tom Trauberts Blues. Schnalz!

    Und last not least:

    the Eagles mit ol’55

    Thema Komplexe wegen möglicher Mängel in Formulierungen usw: MEINE GÜTE! Seit der letzten so überflüssigen Rechtschreibreform geht doch nahezu alles! Außerdem INHALT RULES! Kommas sind Nebensache. Geht uns doch wahrscheinlich allen so. Ich finde manchmal an meinen Texten nach Wochen noch Tippfehler und verbessere… Nobody is perfekt.

    Hold your head up (Argent)

    1. Großartig, was du an Waits-Cover-Songs aufzählst. Das Ambros-Album liebe ich sehr und die Stewart-Version von Waltzing Mathilda fand ich zeitweise sogar besser als das Original, was an dem schottischen Idiom lag.
      ABER (!): einen grandiosen Coversong hast du unerwähnt gelassen und daher trag ich den jetzt noch nach, weil der einfach nicht fehlen darf. „Jersey girl“! Und dreimal darfst du raten, wer der Coverer war 🙃😬🤠

    2. In Sachen „The Piano has been drinking“:
      Die Band veröffentlichte 3 Studio-Alben und 1993 zum Abschied ein Live-Album. Die Köpfe der Band, Gerd Köster und Frank Hocker, die zuvor schon gemeinsam bei Schröder Roadshow waren, machen seit 1994 als Köster & Hocker weiter mit einem bunten Mix von Rock über Blues bis zu Kölsche Krätzcher – alles natürlich in Kölschem Dialekt. Und sie spielen weiterhin live auch die ein oder andere Waits-Cover-Version, wie z.B. den „Rude Jolf“ (im Waits-Original „Downtown Train“, auch ein Mega-Hit für Rod Stewart) …
      Live kann man sie nur im erweiterten Kölner Raum zwischen Bonn und Leverkusen erleben – das ist allerdings immer wieder ein Genuß …

      Gerd Köster wird von den Kölnern übrigens liebevoll „Dä Kölsche Jagger“ genannt …

      Ich finde die machen das janz ordentlisch …

  5. Liebe Sori,

    Du machst Dir viel zuviele Gedanken darüber, wie andere Dich sehen bzw. durch den Blog wahrnehmen: Sei einfach Du selbst, denn Du bist einzigartig und daher unvergleichlich … !

    Ich möchte den Literaturkritiker Denis Scheck zitieren, der in seinem Buch „Schecks Kanon“ 100 wichtige Werke der Weltliteratur zusammenstellt, unter denen z.B. auch die Comic-Buch-Reihe „Tim und Struppi“ zu finden ist.
    Sein Grundsatz lautet:“Ein gutes Buch ist eines, das meine Sicht auf die Welt verändert, das mich aus einer neuen Perspektive auf die Welt blicken läßt.“
    Es braucht also keine ausgefeilten Formulierungen oder bildreiche Wortgewitter – es kommt darauf an, was der Leser aus dem gelesenen für sich gewinnt …

    Du gibst uns Lesern die Chance, die Welt aus der Perspektive von Sori, der Andershörenden zu sehen und zu erleben. Du läßt uns Wien mit den Augen der in Erfurt geborenen „Piefkinesin“ sehen, die mittlerweile wohl mehr Wienerin ist, als so mancher, der aus Linz oder Graz in die Donaumetropole gezogen ist. Und als „Musikoholiker“ schätze ich Dich ganz besonders als Hofberichterstatterin aus der facettenreichen Wiener Musikszene, die mir schon so manches an Musik nahegebracht hat, was ich hier aus der Entfernung wohl nie ohne Dich wahrgenommen hätte …

    Für all das hier nochmals ein herzliches Dankeschön – und im Konsens mit Natascha ein „Mach Dein Ding!“ auch von meiner Seite …

    Ein lieber Gruß aus dem Badnerland!
    Spike
    p.s.: Da ich – wie Du weißt – gar nicht „Like“, brauchst Du bei mir erst gar nicht mit nicht ehrlich gemeinten „Likes“ zu rechnen …

  6. Vielen, vielen Dank für Eure lieben und ermutigenden Worte hier und auch an anderen Stellen!
    Sie geben mir Kraft und Zuversicht, mein Hobby mit weniger unsicheren Gedanken und mit neuem Selbstbewusstsein weiter betreiben zu können.

    Weil dieser Beitrag sich auch um Tom Waits dreht:
    Die „Ambros singt Waits“ darf natürlich in meiner Musiksammlung nicht fehlen, sie ist mir sogar lieber als die „Wie im Schlaf“, aber vielleicht weil ich auch lieber den Old Tom höre als His Bobness.

    Die Eagles sind ja nur an „Ol‘ 55“ gekommen, weil sie zufälligerweise bei der selben Plattenfirma wie Tom unter Vertrag standen.
    Rod Stewart? Huh… ich erinnere mich noch gut an das Video von „Tom Traubert’s Blues“, aber ich mag den Sänger nicht besonders.

    Und Ernst Molden… hach… das war schon schräg, dass „Georgia Lee“ in „Monika“ umbenannt werden musste. Und noch einmal hach, wenn ich mich an die Duette mit Ingrid Lang erinnere, als die beiden „Gelber Mond“ sangen.
    Aber hier in der Musikszene Wiens treffe ich immer wieder auf KünstlerInnen, die gern Tom Waits covern. Die Favoriten sind „Time“ und „In The Neighborhood“.

  7. Sein offizielles Debüt „Closing Time“ (1973) ist auch interessant, weil Tom Waits hier anstatt Kontraste zu seiner sentimentalen Seite zu schaffen, diese noch unterstreicht. Auf „Heart Of Saturday Night“ findet der Jazz-Produzent Bones Howe dann die Marketing-Strategie für den Newcomer: Der Verschnitt aus Striptease-Blues und After-Hours-Jazz passt gut zu seinen Songs. Und Waits hat sein Thema gefunden: die Kehrseite des sonnigen Kalifornien, das Leben in den dunklen Ecken von Los Angeles.

  8. oh ja. Mr. Waits. Leider auch noch nie gesehen. Ich mag ja vor allem die Alben ab Swordfishtrombones sehr. In den letzten Monaten hat sich Alice zu meinem absoluten Favoriten gemausert. Wäre schön, wenn da vielleicht nochmals was kommen würde….

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