17.02.2018 – Floyd Division in der SiMM City

fd
Quelle: floyddivision.at

Ein Jahr nach diesem unvergesslichen Auftritt kehrten Floyd Division in die SiMM City zurück. Im Vorfeld des bevorstehenden Konzerts traten für mich persönlich zwei Fragen auf:

  1. Wie wird das Konzert dieses Mal sein, nachdem der Abend des 4. Februar 2017 mich so dermaßen begeistert hat?
  2. Kann ich dann wieder einen Bericht schreiben? Geht das überhaupt? (Weil: Mein Beitrag zu oben erwähntem Konzert ist – statistisch betrachtet – der erfolgreichste Artikel in meinem Blog.)

Seit ein paar Monaten werde ich in fast regelmäßigen Abständen von Träumen heimgesucht, die ziemlich real wirken und oft unschöne Komponente enthalten. Hatte ich einen solchen Traum, kommt es nicht selten vor, dass ich für den Rest des Tages unter den Nachwirkungen des Traumes leide und neben der Spur bin. Am Samstag, 17. Februar 2018 gegen 3:30 Uhr durfte ich ein Highlight in meiner mehr als 30jährigen Traumkarriere erleben. Keine weiteren Details, aber ich habe aus dem floydianischen Fundus zwei passende Zitate gefunden:

A dream unthreatened by the morning light
Could blow this soul right through the roof of the night

aus „Learning To Fly“

And I am not frightened of dying, any time will do, I don’t mind.
Why should I be frightened of dying?
There’s no reason for it, you’ve gotta go sometime.

I never said I was frightened of dying.

aus „The Great Gig In The Sky“

Dementsprechend war ich an diesem Samstag drauf. Erst am Abend verschwanden die Nachwirkungen, denn ein gutes Konzert vertreibt Kummer und Sorgen.

Kurz nach 19 Uhr kam ich in der SiMM City an. Ich freute mich, als ich Gue erblickte und gesellte mich zu ihm an den Stehtisch. Nachdem wir uns über Floyd und Pink unterhielten, wurde es nach 20 Uhr finster und aus dem Hintergrund erklang sphärische Musik. Ich spekulierte auf „Shine On You Crazy Diamond“ als Eröffnungslied, doch sehr bald erkannte ich die mir so vertrauten Takte. Es umfing mich, streichelte mich, ließ mich tanzen und ich „flippte“ aus. Viel bewegen konnte ich mich nicht, ich stand beinahe eingezwängt zwischen den anderen Leuten. Das Konzert war ausverkauft und der Saal dementsprechend bummvoll.

„LEARNING TO FLY“.

 Hat mir das gut getan! Wir glitten anschließend zu „Shine On You Crazy Diamond“ hinüber, gefolgt von „Another Brick In The Wall“ und einem wunderschönen „Hey You“. „High Hopes“ war klanglich wieder ein Meisterwerk, auch war der „sound“ im doch eher weniger charmanten Veranstaltungssaal geradezu „delicate“. Negativ waren die Besucher um uns im ersten Teil des Konzerts – sie redeten mir einfach zu viel. Zum Glück stellten diese nach der Pause sich woanders hin und der zweite Teil war perfekt. Doch bevor die Pause anbrach, tauchte uns Floyd Division in ein Meer aus Klangbildern mit „Echoes“.

Nun war es soweit: Unter dem Motto „The Other Side Of The Moon“ feierte Floyd Division das 45jährige Bestehen des Meisterwerks „The Dark Side Of The Moon“. Das Album wurde in seiner Gesamtheit zelebriert. Neben den bekannten Nummern „Time“ und „Money“ stimmte mich „Us And Them“ nachdenklich. Schlussendlich beförderte uns die Kombination aus „Brain Damage“ und „Eclipse“ auf die andere Seite des Mondes.

Als Zugaben wurden „Wish You Were Here“ und „Comfortably Numb“ gespielt. Bei „Wish You Were Here“ bewies das Publikum stimmgewaltig ihre Textsicherheit und Roman Bischof deutete dem Chor mit seinem tätowierten Arm an, was für eine Gänsehaut er bekommen hatte.

Mir ist das Muster des Tattoos auf Roman Bischofs Unterarm schon länger bekannt. Aber erst gestern poppte ein Erinnerungsbild in mir auf: Im Rahmen der „The Division Bell“-Tournee beteiligte sich unter anderem ein deutscher Autohersteller als Sponsor. Der Vollständigkeit halber erwähne ich auch noch Genesis, Bon Jovi und Rolling Stones. Ich erinnere mich noch gut an die Golfs mit dem Logo von Pink Floyd, die die Straßen verzierten und an mein befremdliches Gefühl, die ich noch damals für diese Band hegte, wenn ich diese Autos erblickte.

Floyd Division: Das sind Roman Bischof (Gesang), Thomas Scherrer (Gitarre), Geri Cuba (Gitarre), Markus Herwig (Keyboard), Otmar Dangl (Schlagzeug), Florian Aschauer (Bass), Ingo Beer (Saxophon), Brigitte Guggenbichler und Sandra Kren (Hintergrundstimmen). Es war wieder sensationell, was die neun Musiker dargeboten haben. Natürlich taten die runde Leinwand und die Lichteffekte ihr Übriges, aber die Gitarrensoli von Geri Cuba und Thomas Scherrer sind reinster Hörgenuss vom Feinsten. Da ich dieses Mal, vor allem im zweiten Teil, eine sehr gute Sicht auf die Bühne hatte, konnte ich Roman Bischof in seinem Element erleben. Man braucht nur genau hinzuschauen und entdeckt dann einen auf der Bühne, der mit seinen Mitstreitern die Musik von Pink Floyd lebt.

Werbung

1 Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..