07.10.2017 – Yet Another Floyd in der szene, Wien

Noch ist das Jahr 2017 nicht vorbei, das letzte Quartal hat noch einiges mit mir vor. Aber was 2017 jedenfalls ist: „Floydianisch.“

Es begann mit Floyd Division in der SIMMCity (ich berichtete hier), setzte sich mit der australischen Coverband fort (ich berichtete hier) und dank Gue kam ich zu einem weiteren Konzert von Floyd Division in der Sargfabrik (darüber berichtete ich nicht).

Dann erfuhr ich, dass es noch eine weitere Pink-Floyd-Tribute-Band aus Österreich gibt.

„Schlimmer als die australischen Pink Floyd können sie nicht sein.“ dachte ich mir und so kaufte ich mir ein Ticket für den 7. Oktober in der „szene“.

Circa eine Viertelstunde nach acht eröffneten die Musiker rund um den Sänger Reinhard „Fussy“ Petershofer den Abend mit „Shine On You Crazy Diamond“. Sicher lag es auch an der „szene“-typischen Akustik, aber die Gitarre war etwas übersteuert und der Klang war noch nicht so optimal. Also, der Einstand mit dem Klassiker, der nie entstanden wäre, wenn Syd Barrett die Band nicht verlassen hätte, war, zusammenfassend betrachtet, ein wenig holprig.

Beim nächsten Lied vergaß ich alles, was sich gut anhören sollte oder nicht. Die ersten Takte beförderten mich in innerlich höhere Sphären (und ich bedauerte wieder, dass das Lied am Anfang gespielt wurde): „LEARNING TO FLY“. Falls jemand sich fragt, warum ich mich so für dieses Lied begeistere, möge bitte dort nachlesen.

Der Klang der Instrumente fing sich nach und nach in der „szene“. Bass, zwei Gitarren, Schlagzeug, zwei Keyboards, Percussion und zwei Hintergrundsängerinnen. Ab und zu Saxophon.

Und DIE Stimme von Reinhard. Die mich mehr und mehr begeisterte.

Nach „What Do You Want From Me“ und einem berührenden „Wish You Were Here“, wo Sänger Reinhard auch selbst auf der akustischen Gitarre spielte, kam ein weiterer Höhepunkt des Abends: „High Hopes“ – der abwechselnde Gesang zwischen Reinhard und dem Keyboarder Christian „Zast“ Schön, untermalt von der nun klanglich harmonischen Instrumentierung.

Die Stimmung in der nicht ganz ausverkauften „szene“ war recht gut, aber weil wir etwas weiter hinten standen, mussten wir uns auch mit weniger aufmerksamen Konzertbesuchern herumschlagen. Dennoch steigerte sich die oben etwas bescheidenere Stimmung aus meiner Perspektive zu „Coming Back To Life“ und erreichte ihren Siedepunkt in „Another Brick In The Wall“.

Pause.

Uff. Wow! Ganz anders als Floyd Division, aber auf jeden Fall besser als die teuren Aussies.

Im zweiten Teil setzte Yet Another Floyd ihren Tribut an Pink Floyd mit ihrem eigenen Stil fort. Sehr experimentell und bei ihnen steht sowohl das Keyboard als auch der leichte Hang zu metallischem Rock im Vordergrund. Mit Gitarrensolis wurde auch nicht gespart, aber nicht mit so einer feinen Akribie wie bei ihren niederösterreichischen Kollegen.

Nach „Breathe“ und „Hey You“ wurde auch das obligatorische Duett aus „Time“ und „Money“ zelebriert. Im monetären Lied wummerte der Bass mit einer solchen Intensität, die wir in unsere Körper spüren konnten.

Mit einer sehr schönen Version von „Comfortably Numb“ steuerten Reinhard (wieder mit Akustikgitarre) und seine Mitstreiter auf das Finale zu, ohne uns nicht mit einem progressiven „Run Like Hell“ in die herbstliche Nacht zu entlassen.

Noch heute klingt mir Reinhards Stimme im Ohr, begleitet von der expressiven Musik im Hintergrund.

Ich werde das „Floydianische“ auch in 2018 fortsetzen…

Webseite von Yet Another Floyd

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6 Kommentare

  1. Nun, Ich hatte das Glück Pink Floyd einmal live zu erleben in Rotterdam (Niederlande). Es war absolut ein einmaligers Erlebnis. Ja, Erlebnis, es gab nicht nur Musik, sondern es gab auch viel zu sehen, so wie ein pinkes Schwein, einen „Teacher“ und noch mehr ;-)

    1. Du hättest mich sehen müssen, als ich Deinen Kommentar gelesen habe. „WAS HAT ANTOINE MIT PINK FLOYD ZU TUN???“ …beinahe wäre ein zweites Missverständnis daraus geworden, dabei habe ich diesen Spruch nur zitiert, weil mein Vorposter (hier: PachT) meinen vorherigen Beitrag mit einem zweideutigen „Danke für das Mitnehmen“ kommentiert hat und eine andere treue Leserin von mir (hier: Kraulquappe) daraufhin mit einem „Du Glücklicher!“ schrieb.
      PachT wurde das Missverständnis bewusst und hat diesen Beitrag dementsprechend kommentiert und zu dem Ganzen fiel mir nur das berühmte Zitat von der „Schnuffelbacke“ ;-) ein.

      „Schnuffelbacke“ *lach* das ist genauso gut wie „Die Technik is a Hund“.

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