02.06.2017 – [rema’su:ri] voi aufdraht in der Kulisse

Es ist leider schon das zweite Mal, dass ich bei einem Dopplerabend den „ganz pomali“-Part versäume. Auch war mir meine berufliche Weiterbildung wichtiger als ein – wie mir nachher ins Aug und zu Ohr kam – zu Herzen gehendes Konzert von [rema’su:ri] zu besuchen. Wer wissen mag, wie mein erstes Mal geschah, möge bitte hier nachlesen.

So wie auch im Oktober 2015 freute ich mich umso doppelt auf den voi aufdrahten Teil in der Kulisse und wurde nicht enttäuscht – ganz im Gegenteil. Auf jeden Fall war es der heißeste Abend, den ich jemals in der Kulisse erlebte – von der Stimmung und von den Temperaturen her sowieso!

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„Party Partie“

In der leider nicht ausverkauften Kulisse (Sind die Pfingstfeiertage schuld daran?) eröffneten [rema’su:ri] dennoch den Abend mit Schwung und die ersten drei Lieder wurden in einem Zug durchgespielt! Atemlos! Ohne Pause! Von „Afoch leiwand“ ging es zu „Party Partie“, wo die Stimmung schon kochte und weil es so warm war, trug da Wirt statt festes Schuhwerk Flipflops und seine wunderschönen Zechn präsentierte er uns im Lied Nummer Drei.

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Wunderschöne Zechn des Wirten in „Schiache Zechn“

Pfau, was für ein fulminanter Start in den voi aufdrahten Abend. Nun kamen die obligatorischen Begrüßungsworte und eine Runde Mitleid für diejenigen, die den gestrigen Abend versäumt haben. Etwas ungewohnt, weil Zugabenlied, wurde als nächste Nummer die „Vogelgrippe“ bespielt. Nun tauchten wir ganz tief in die Vergangenheit und da Wirt fragte in das Publikum, wann und wo das Wirtshaus ihr erstes Konzert gespielt hat. Ein Fan der ersten Stunde (Name mir bekannt und in der Pause nett mit ihm geplaudert) wusste natürlich Bescheid und rief „2005“ und „Schutzhaus zur Zukunft auf der Schmelz“. Da Wirt erwähnte, dass bei diesem Konzert ein Lied gespielt wurde, welches sie dann nimmer gespielt haben. (WENN ICH ES RICHTIG VERSTANDEN HABE. Mein Gehör war an diesem Abend etwas beleidigt – vielleicht wegen der Hitze?) Fan der ersten Stunde rief: „Remasuri.“, woraufhin da Wirt ihn korrigierte, dass die exakte Bezeichnung „Im remasuri“ lautete, Fan der ersten Stunde schlussendlich mit einem „Jo eh“ konterte. Und so erlebte ich meine Premiere von „Im remasuri“, ein willkommenes Einleitungslied, welches die Partie ruhig öfters als „Opener“ spielen können.

Irgendwie belastet von diesem Lied sinnierte Koal gemeinsam mit Frau Marie und dem Wirten über den Begriff „volkstümliche Schlagermusik“, Ausgang offen. Aus dem „Herbert“ wurde die verlorene Wette besungen, bevor es zu einem „Holterdipolterpolka“ wurde. Letztere wurde dem Motto „voi aufdraht“ gerecht und nun kündigte da Wirt drei Lieder an, „die olle miteinander zu tuan hom“. Erfreulicherweise handelten es sich um drei Nummern, die im Wirtshaus schon sehr lange nicht mehr gespielt worden sind: „Loch in Semmering“, „Gfrast“ und Lied Nummer drei: Ich habe selbst das Leiberl schon lange lange lange nicht mehr angehabt und freute mich, dass meine Wahl gut getroffen wurde, weil es gibt „Menschen und Leut‘“ (O-Ton da Wirt): „GEMMA!“

Beseelt ging ich in die Pause und rief zu Moni K. ein: „Wenn sie noch Bonnie & Clyde spielen würden, bin i total glücklich!“

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Die Hupe hat sich als unverzichtbarer Bestandteil eines Dopplerabends etabliert…

So wie es sich für einen voi aufdrahten Abend gehört, stieg die Partie in der zweiten Halbzeit aufs „Voigas“. Die größte Überraschung des Abends war für mich eine neue, eben voi aufdrahte, Version von „Fluchthelferin“. Die vorherige Interaktion mit dem Publikum war erheiternd, was ich an der Stimmung spürte, aber verstanden habe ich wieder nichts… naja, solange ich fast alle Lieder erkenne, will ich mich nicht beschweren. Nach „Wenn da Herbert ned wü“ und „Wos Du ois kannst“ wurde „Di man i“ aus dem Vorratskeller geholt und ich erinnerte mich nach langer Zeit wieder an den Auftritt von [rema’su:ri] beim Schwechater Stadtfest Ende August 2011, als da Wirt und Frau Marie die Handpuppen präsentierten und sie liebevoll „Herr Ottakringer“ und „Frau Schwechater“ nannten. Aber auch ohne die Handpuppen war es schön, das Lied (auch nach langer Zeit) wieder zu hören.

Und… eeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeendlich… „BONNIE & CLYDE!“

Danke, danke, danke! (Mir fehlen immer noch die Worte!) Wisst Ihr, wie schön das ist, nach langer Zeit das „Nanana nanana hey“ wieder mitsingen und mitklatschen zu können…

Das Medley aus „Horstl heast (Angelina)/Maria me ta kitrina/Ding oda wos/Horstl heast (Angelina)“ war genial. Ich bin überzeugt, dass es keinen im Publikum gibt, dem die Menüfolge nicht geschmeckt hat. Auch konnten wir uns in diesem Medley wieder optisch und akustisch überzeugen lassen, wie das Wirtshaus rund um Christoph „da Wirt“ Michalke, Maria „Frau Marie“ Mitterlehner, Carl „da Sinnierer Koal“ Majneri, Jürgen „da Dokta“ Mitterlehner, Peter „sie nannten ihn“ Barborik, Stefan „grüner Tee“ Mayrhofer und Tino „Kistenmann“ Klissenbauer uns ihre ungeahnte, ungebremste, voi aufdrahte Spielfreude sehen und spüren ließ.

Als Zugaben wurden „Pinsch“ und die Hymne „Am leiwansten daham“ gespielt. Das Publikum war immer noch voi aufdraht und nach weiteren „ZUGABE!“-Rufen wurde es mit „VOI VÜ WERT“ und „Entschuidige“ beschenkt.

Anschließend kam das unvermeidbare „Sperrstund‘ is“.

DANKE für den schönen Abend!

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