20.08.2016 – DENK in Bad Deutsch-Altenburg

2016-08-20_smallAn einem sehr heißen Nachmittag des 20. August im Jahre Zweitausendundsechszehn machten wir uns auf den „Weg ins Oarge“. Nein, nein, so weit kamen wir nicht. Wir befanden uns auch nicht auf der „Road To Nowhere“. Das Ziel hieß Bad Deutsch-Altenburg.

Nachdem die Konzerte im Krems-Stadl sich etabliert hatten, fand heuer zum vierten Mal nach 2010 (nicht dabei), 2012 (dabei) und 2014 (nicht dabei) das DENK-Konzert im Stadl des Heurigen Krems in Bad Deutsch-Altenburg statt. (Das Heurigenlokal wird übrigens von Birgit Denks Onkel geführt und hier kamen wir auch ein Stück ihrer Kindheit näher.)

Das Konzert vom 4. August 2012 behielt ich in guter Erinnerung und so freute ich mich, wieder die Gelegenheit für ein solches Konzert ergreifen zu können.

BDA_2012_1BDA_2012_2Und nebenbei: Es war wirklich an der Zeit, ein Konzert von DENK zu besuchen. Meine letzten Konzerterlebnisse mit Birgit und ihren Buben fanden vor einem Jahr statt.

Mit M., in der Hinsicht eine Konstante in meinem Leben, kam ich überpünktlich beim Heurigen an. Nachdem wir die schönen Eintrittskarten ausgiebig bewundert hatten, labten wir uns an Speis (kalte Schweinsbraten mit frischem Brot) und Trank (nicht gezählte Achterln vom wunderbaren Chardonnay). Im Laufe des frühen Abends trudelten die anderen Gäste ein, es gab ein herzliches Wiedersehen mit einem kleinen Kreis von DENK-Fans und es wurde zu einem sehr geselligen „Vorglühen“. (Die CD „Es lebe der Zentralfriedhof“ von Wolfgang Ambros sollte ich mir mal wieder anhorchen.)

6012Gegen 20 Uhr brachen wir zum Stadl auf (Die paar Schritte, jo eh!) und DENK führten uns „Am Weg ins Oarge“. Ursprünglich von den Talking Heads komponiert und mit „Road To Nowhere“ betitelt, kündigte Birgit das Programm des Konzertabends an. Unter dem Motto „Fia di“ werden ein paar ins Österreichische übersetzte Cover-Nummern und Lieder aus dem Hause DENK gespielt. Birgit erinnerte uns an das Konzert vom 23. August 2014 – ich war ja nicht dabei, aber auf die Antwort des mir gestellten „Warum?“ warte ich immer noch – und betonte, dass es nicht geregnet, sondern geschüttet hat. Umso froher waren wir alle, dass der heutige Abend trocken bleiben würde. Nun folgten „Zwischen die Beisln“, welches ich das letzte Mal in 2013 hörte und ein weiteres Cover-Klassiker. Melissa Etheridges „Bring Me Some Water“ – aber es geht auch anders und es passt zum Rahmen: „Bringt’s ma irgendwer a Ochtl“. Nach dem ersten Refrain erschien prompt die Tante von Birgit und brachte ihr ein Achtel vom Weißen. Dass DENK auch wunderbare Eigenkompositionen liefern können, bewiesen sie uns mit „Ned wos i wü“ und dem atem-stockend-berührenden „Nimma dabei“. Wuschhhhhhhhh! Nach all den Jahren berührt das Lied immer noch, Ihr habt damit ein Werk für die Ewigkeit geschaffen!

Nach „Zwa miade Lotschn“ wurde Tribut an „Schinderhannes“ (Ned der Bückler! Hannes Ringlstetter ist damit gemeint!) gezollt und endlich bekam ich „Heit Nocht“ live – wenn auch ohne den Schinderhannes – zu hören. Die etwas längere Einleitung zu „Kumm ned her“ brachte das ganze Publikum im Stadl und weiter draußen zum Lachen – leider waren meine Ohren für weitere gesprochene Worte nicht mehr aufnahmefähig. Bevor es in die Pause ging, erwähnte Birgit, dass es noch etwas zu essen gibt (Jetzt verstehe ich sie langsam… verstehe einer meine eigenwilligen Gehörschnecken!). Birgit bewies ihr Talent als G’schicht’nerzählerin, indem sie sich an das Volksfest in Hainburg an der Donau erinnerte und ließ uns an der Faszination 3D teilhaben. Beim Autodrom wurde DIESES Lied zweimal zu jeder Stunde gespielt. „Haltet Euch an den anderen fest! Wir haben das Lied gegendert!“ AC/DCs „You Shook Me All Night Long“ vollzog sich zu DENKs „Du kannst die ganze Nacht“.

Nach einer etwas längeren Pause eröffneten DENK den zweiten Teil mit Tito & Tarantulas „In da Nocht“. „Was i eh“ brachte das ganze Stadl zum Hupfen, Klatschen und Tanzen. Kaum beendeten sie das Lied, schafften DENK eine wunderbare Überleitung zu „Söbe Stodt“. (Und ich freute mich, dass meine liebste Nummer aus „Durch die Wüste“ das ursprünglich vorgesehene „I bin di Ane“ in die Wüste geschickt hat.) „Es is guad“ gehört zu den besten DENK-Hymnen und apropos Hymne, für Birgit ist „I Am From Austria“ nix. Es geht um die „Glockn“. Die Geschichte dazu bekam ich leider nur bruchstückhaft mit, hier danke ich Franz D., der mir nach dem Konzert mündlich ein paar Auszüge von dieser Anekdote liefern konnte. Witzig war, dass Birgit während des Gitarrensolos in Mendt’scher Manier den Ludwig zum „Singen!“ aufforderte.

Das Konzert war ein Konzert zwischen den Kurt Ostbahn-Konzerten auf der Kaiserwiese und so schlossen DENK den Hauptteil mit Günter Brödls „Wieda zwieda“ ab. „Triller“ war ein Geburtstagsständchen für einen Einheimischen, Pharrell Williams‘ „Happy“ war ein wenig gewöhnungsbedürftig. (Ich glaube, Ihr würdet Patent Ochsners „Happy“ sehr gut umsetzen können.)

Auf der Setliste nicht vorgesehen, wurden DENK aber in der Pause mit einem „Spüts eh dieses Lied?“ lieb gefragt. Und ich erlebte meinen besten Publikumsgesang zu „Komplett out“. (Dass dafür acht Jahre vergehen müssen!)

Als Dankeschön für die Besucher, die aus Fans und vielen Einwohnern der Ortschaft bestand, spielten DENK zum Schluss das Motto ihres Programms: „Fia di“.

Ich danke für den wunderschönen Konzertabend und freue mich auf das nächste Mal!

Gewidmet der Moni und den lieben DENK-Fans, die nicht dabei sein konnten!

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