28.04.2016 – [rema’su:ri] im Porgy & Bess

Gleich vorneweg:

remasuri_2011
28. April 2011: Bamkraxler, 1190 Wien

Auf das Datum und auch auf den Wochentag genau ist es fünf Jahre her, als ich [rema’su:ri] das erste Mal live erlebte. Am Donnerstag, 28. April 2011 begab sich die Sori in den 19. Hieb zum „Bamkraxler“. Nichts ahnend, was sie dort erwartete, verließ sie das „Bamkraxler“ auch nicht gleich als Fan, aber die nächsten Einkehrstationen von Herrn Wirten und seinen Stammgästen in Wien ließ sie nicht aus. „GEMMA!“ war die erste CD, die sie sich gekauft hatte. Sehr bald hörte sie sich die Lieder mit Hilfe der abgedruckten Texte im Booklet durch. Ihre private Situation und ihre innere Gefühlswelt waren zu diesem Zeitpunkt ziemlich unruhig und „Ois wird guad“ hat sie so fertig gemacht – seitdem ist die Sori ein „Fän“. Mittlerweile hat sie 24 Konzerte besucht, die Anzahl ist steigerungsfähig, ist im Besitz von fünf verschiedenen [rema’su:ri]-Leiberl, Anzahl auch steigerungsfähig, macht ihr aber die Wahl für das nächste Konzert sehr schwer (Mein derzeitiger Favorit ist die „ohne eich wa ma nix – obadessimmamiteicha“.), hat alle CDs und immer noch kein Liederkochbuch beim Klumpertstandl erworben. Ohrstecker braucht sie nicht, ihre Hörgeräte machen auch was her.

So schaut’s aus…

Am 28. April 2016 begab sich die Sori, unter anderem mit ihrem Lieblingsleiberl und einem ausgeglichenen Privatleben bekleidet, in den ersten Hieb zum „Porgy & Jazz“ (O-Ton Herr Wirt am 13. März 2016 in der Kulisse, Hernals) und freute sich auf Konzert Nr. 25.

5387Als Benefizkonzert für das neunerhaus angekündigt, eröffnete [rema’su:ri] den Abend mit „Hans im Glück“. Hier erwähne ich wieder, wie gut es mir geht und ich ein Dach überm Kopf habe. Nach dem berührenden Eröffnungslied erzählte da Wirt etwas von „pomali“ und zu meiner Freude wurde nach langer Zeit „Afoch leiwand“ wieder ausgepackt. Nun kam die unvermeidliche Frage von da Wirt an das Publikum, wer das erste Mal auf einem Konzert von [rema’su:ri] sei. Ich warf nur einen kurzen Blick ins Publikum und sah nicht sehr viele nach oben ausgestreckte Arme. Für die Neulinge stellte sich da Wirt und seine Stammgäste vor und meinte, dass es sich um ein eigenartiges Wirtshaus handle. Als Schmankerl wurde „WHDV“ gespielt – einfach spaßig, wenn die Keppelei zwischen Deckenventilator und Klimaanlage ausgetragen wird. Nach der „valuan Wett“ verriet da Wirt die „goldene Regel für Beziehungen: Immer für alles offen sein, owa ned ganz ehrlich!“ Nachdem ich nach dieser doch wahren Aussage laut lachen musste, kam ich mit „Ned ganz woa“ zeitweise ins Schunkeln. Frau Marie hatte nun ihren Soloauftritt, ich verstand „H. C. Artmann“ und rechnete fest mit DEM Lied, welches auch lange von [rema’su:ri] nicht mehr bespielt wurde. „alanech fia dii“ brachte mich wieder zum Schmelzen. Statt zehn reichen auch fünf Gebote: „PINSCH“ und die „Fluchthelferin“ schlug uns in die Pause.

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Frau Marie als „Tante Gretl“ in Aktion.
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„Fluchthelferin“: Da Dokta und da Sinnierer
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„Fluchthelferin“: Der Kistenmann und der Wirt

Der zweite Teil wurde mit „Auf a Bier“ eröffnet, da Wirt suderte über die Registrierkassa, die aber auch ihre Vorteile hat (siehe Bericht Kulisse 2016). Nun kündigte er ein Lied an, welches von Frau Marie selbst komponiert wurde. „Vü zlang“ wurde wieder mit Bravour gemeistert und berührte uns alle. War es an dieser Stelle, als da Wirt von „Matchbox-Autos sammeln“ erwähnte? Ich wüsste sonst nicht, wo er sonst eine Überleitung zu den diversen Frauen wie in „Zwa linke Händ“ schaffen sollte. Thematisch ähnlich ging es mit „Entschuidige wer bist du?“ weiter. „Di man i“ ist ein Fixpunkt in der Liederliste, die an diesem Abend erfreulich gustostückerlt ist und sich auch sehr von den vergangenen Konzerten unterscheidet.

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Frau Marie mit „Vü z’lang“
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„Entschuidige, wer bist du?“

Einstimmend zur Jahreszeit wurde „Schiache Zechn“ gespielt, mir kommt es vor, dass es das Lieblingslied des Ehepaar Mitterlehner sein dürfte. Wenn Ihr mich fragt, was ich damit meine? Bitte zum nächsten Konzert gehen und bei diesem Lied das Ehepaar beobachten. Wenn wir bei der theoretisch wärmeren Jahreszeit bleiben sollten, gab es auch „nackert schmusen“ dazu.

Weil [rema’su:ri] nun ihr volles Gastspiel im Porgy & Bess gaben (Am 28. September 2013 waren sie im Rahmen des 25std.mund.art.wien auch dort, wenn auch nur für 40 Minuten.), blieb „George Gershwin“ nicht unerwähnt und die Partie bewies mit „Fly Me To The Moon“, dass sie auch Jazz spielen können.

Als Zugaben wurden die „Hiebeserklärung“ gepredigt, der Hymne „Am leiwansten daham“ gehuldigt und mit „Angelina“ die Einzelzimmer ge-ap-grädet.

Mit der unvermeidlichen „Wann Sperrstund‘ is“ wurde uns klar, dass nun Sperrstund‘ is.

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DIE Hymne
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Sperrstund‘ is: Tino „Kistenmann“ Klissenbauer, Peter „sie nannten ihn“ Barborik, Stefan „grüner Tee“ Mayerhofer, Christoph „Herr Wirt“ Michalke, Maria „Frau Marie“ Mitterlehner, Jürgen „da Dokta“ Mitterlehner, Carl „Sinnerer Koal“ Majneri

Ich vermisste ein „Austrian Way Of Singin‘ The Blues“ (wäre aber wohl zu negativ), Moni ein „Bonnie & Clyde“, Barbara ein „GEMMA!“, ob der genügsame Schurli einen Liedwunsch geäußert hat, hörte ich nicht. Aber es war afoch leiwand mit Euch – und es war ein leiwandes Konzert von und mit [rema’su:ri]!

5418Feine Akustik, spielfreudige Partie, volles Haus, aufmerksames, begeisterungsfähiges und lernwilliges Publikum.

Es dürfte für etwas längere Zeit das letzte Konzert mit [rema’su:ri] in Wien sein. Nichtsdestotrotz freue ich mich auf das Wiedersehen in der Kulisse! (Und das nicht nur einmal…)

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